How to be a PLUS SIZE MODEL – Posing und Laufen – TEIL 3

Meine Lieben,

es ist toll, wie fleißig ihr diese Serie lest – das freut mich wirklich sehr. Heute starten wir mit Teil 3 – nämlich mit dem Posing und dem richtigen Laufen auf dem Catwalk.

 

Posing

Ja, Posing ist ein schwieriges Thema für die Meisten – wir reden hier hauptsächlich vom Posen während eines Shootings. Ich finde, dass dieses Thema sehr viel über deine wirkliche innere Bodyconfidence aussagt. Man kann den ganzen Tag oft sagen, dass man seinen Körper liebt und ihn schön findet, doch ich finde beim Posing sieht man nun wie „selbstbewusst“ du wirklich deinem Körper gegenüber bist. Deshalb ist Posing oft ein viel persönlicheres Thema als man erst denkt. Fühlst du dich wohl mit dem was du machst, mit der Situation, mit dem Fotografen, so wird es dir viel viel leichter fallen, mehr Posen auszuprobieren.
Im Laufe der Zeit bekommst du natürlich Routine und weißt, welche Posen gut aussehen und welche nicht. Meine Erfahrung hat gezeigt, dass die besten Bilder beim Rumblödeln entstehen und das geht nun mal nur, wenn man sich gegenseitig mag im Team.
Als ich angefangen habe mit dem Modeln, war es mir sogar vor meiner Freundin Elena (die als professionelle Fotografin viele meiner Fotos bisher gemacht hat) unangenehm Neues auszuprobieren. Mir ging dann oft durch den Kopf: „Das könnte gut aussehen, doch vielleicht hält man mich dann für eingebildet – ein Möchtegern-Supermodel“. Alles Blablabla. Manchmal solltet ihr echt mal hören, was in meinem Kopf so rund geht. *lach* Naja – was hab ich gemacht? Ich hab einfach die Pausen genutzt (in denen Elena die gemachten Bilder checkte) und mich so hingesetzt, wie ich posen wollte. So nachd em Motto: Ich saß ganz zufällig so; ich sitze immer so wunderschön!“ *zwinker*
Ich weiß gar nicht, ob meiner lieben Ela das bewusst war, aber es kam dann immer der Aufschei, wenn sie hochschaute „HALT!! Bleib so sitzen!“ – sah wohl wirklich gut aus. hihihi.
Okay, also Fazit: jeder Anfang ist schwer. Man bekommt Routine. Man weiß irgendwann, wie es sich anfühlen muss, wenn jemand sagt „Guck mal sexy!“ und man weiß, was bei einem gut aussieht.
Was mir bei jedem Shooting immer durch den Kopf geht – vor allem bei liegenden Posen – ist etwas, was Heidi Klum mal bei GNTM sagte: „Wenn es sich bequem anfühlt, dann sieht es in der Regeln nicht gut aus.“ Und so ist es. Shootings sind körperlich anstrengend und auch die Dauer-Konzentration macht einen fix und fertig, aber auf eine gute Art.
Soooo, wenn man sich jetzt schon vorab ein bisschen Tipps fürs Posing holen will, dann kann ich die Videoreihe und das dazugehörige Buch „POSEN, POSEN, POSEN“ von Mehmet Eygi nur empfehlen:

Ich finde sowohl die Videos für Blende 8, als auch sein Buch wirklich super. Also wenn ihr mit dem Modeln beginnen wollt, ist das die perfekte Investition. – und eine Plus Size Sektion gibt es auch. Super Herr Egly.

Achso und dann wollte ich euch noch zeigen, was beim Rumblödeln für tolle Bilder entstehen können. Folgendes Bild entstand beim Shooting mit der lieben Ela (EK Photography), die ich gerade schon erwähnt habe und mein vorangegangener Satz vor diesem Bild war: „Warte, ich mach jetzt mal auf total eingebildetes Supermodel. Schau, das machen die doch so oder?“ – das Lachen konnte ich mir allerdings nicht verkneifen:

(c) Elena Kramer Photography

 

Laufen

Gut, laufen kann wahrscheinlich jeder von euch. Aber wie läuft man auf dem Laufsteg. Auch hier gilt üben, üben, üben. Da bin ich auch noch dabei *lach* – denn ich bin, wie ihr in Teil 1 ja schon lesen konntet ein kleiner Lauf-Tollpatsch.
Die Grundlagen sind einfach: Gehe gerade, als zöge dich jemand an einem Bindfaden, der am Kopf befestigt ist nach oben. Lass deine Hüfte „hinten“. Lasse die Schultern UNTEN. Strecke die Brust raus, als würdest du mit deinen Schulterblättern etwas halten wollen. Setze einen Fuß vor den anderen, aber überkreuze die Beine nicht bzw. nicht zu sehr.  Halte den Rhythmus der Musik mit deinen Schritten ein. Versteife die Knie nicht, bounce mit ihnen etwas, damit du die Hüfte schwingen kannst. Und übe das alles auf hohen Absätzen.
Klingt viel, ist viel. – je nach Kunden sollst du dann noch lächeln oder straight und streng gucken.
Mein Tipp: Videos anschauen und ÜBEN, ÜBEN, ÜBEN.
Ich hab euch mal ein Video rausgesucht:

Dieses Video finde ich persönlich sehr gut. Hier gilt wieder: es gibt Basics, aber am Ende ist vieles doch Geschmackssache. Oft sagt euch der Kunde vorher, wie ihr seine Model präsentieren sollt.
Und JEDEM kann es passieren, dass er mal fällt. Aber macht es wie Carrie: STEHT EINFACH WIEDER AUF.

(c) Sex and the City

Ich hoffe, dass euch dieser Teil meiner Serie ein bisschen praktische Hilfe gebracht hat. Zögert nicht, zu kommentieren, zu fragen und eure Meinung zu beiden Themen zu sagen. Ich freu mich drauf.

Im nächsten Teil der Serie „How to be a PLUS SIZE MODEL“ wird es um Agenturen, die Community, Jobs und Castings gehen. Ich freu mich auf euch.

Küsschen, Stephie

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