Hot, hotter… Kompressionsstrümpfe! 6 Tipps, wie man den Hochsommer in Kompression übersteht

Hallo ihr Lieben,

ich sitz hier gerade, schreibe für euch und freue mich über die – für die letzten Tage – doch schöne frische Brise! Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber ich brauche diese super heißen Temperaturen überhaupt nicht. Ich kann ab 30 Grad einfach nicht mehr richtig denken, ich fühl mich eklig und durchgeschwitzt, hässlich, weil das Make-Up rinnt und bin ständig am Meckern, weil die Frustrationstoleranz Richtung Null geht.

Das war schon immer so, doch noch viel extremer sind all diese „Gefühle“ jetzt mit Kompression. Mittlerweile habe ich eine Hass-Liebe zu ihr entwickelt. Einerseits geht es mir viel besser, wenn ich sie trage, andererseits kostet es im Sommer wirklich Überwindung sich am Morgen in diese enge Hose zu quälen. Da schon Temperaturen ab 25°C zu erweiterten Venen führen, ist es besonders wichtig für uns Lipis, die Strümpfe auch im Sommer zu tragen. Damit dieses einigermaßen erträglich wird, habe ich euch heute 5 Tipps zusammengestellt, wie ihr den Hochsommer auch mit Kompression übersteht. Viele Tipps sind natürlich auch für „nicht-Lipödem-Geplagte“ nützlich!

Tipp 1: Kleider machen Leute…-

Kleidung ist bei diesen Temperaturen total wichtig – und dabei ist völlig egal wie schick das ganze ist. Weite, leichte Kleidung ist dabei eine absolute Wohltat und wenn ihr mal nicht unterwegs seid, wie wär es denn Mal einfach alles außer die Kompression von sich zu werfen?! So trägt meine liebe Caro von Lipödemmode.de auch einfach mal „Nüscht“ als Outitfit of the day – natürlich abseits von Kompri und Badeanzug.

Natürlich geht das nicht immer und so gibt es ein paar Mädels, die eine Kompression mit offener Spitze tragen. Diese machen dann auch das FlipFlops-Tragen wieder möglich und lassen wenigstens ein bisschen Luft an eure Füße. Ich hab leider erst meine zweite Versorgung und daher noch keine mit offener Spitze.

Tipp 2: In meiner kleinen Höhle…

Natürlich hat eure Umgebung viel Einfluss auf das Hitzelevel. Ihr solltet zu Beispiel auf jeden Fall zur richtigen Zeit lüften. Immer das Fenster aufzuhaben, ist nämlich keine gute Idee. Am Besten ihr schaut, wann es am kühlsten Draußen ist, reißt alle Fenster und Türen für eine halbe Stunde auf und verschließt sie dann wieder.  Das wird morgens zwischen 4 und 7 Uhr sinnvoll sein, sowie abends gegen 22 Uhr.  Damit sich die Wohnung nicht so schnell wieder aufheizt, lasst am Besten die Jalousien herunter, zieht sämtliche Gardinen vor und ein „cooler“ (<- Wortwitz 😀 ) Tipp ist auch noch, Fenster mit Alufolie zu verkleben. Dabei muss die Spiegelfläche nach außen zeigen, denn so wird das Licht und ein großer Teil der Wärme vom Fenster abgeleitet. Wenn es wirklich einfach zu warm in eurer Wohnung wird, helfen alte Tipps von Oma wie nasse Bettlaken oder Handtücher aufzuhängen auch – oder schmeißt den Ventilator an.

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(c) Pexels.com

Tipp 3: Du schwitzt, wie du isst…

… und trinkst. Gerade bei richtig heißen Temperaturen sollte man nicht zu eiskalten Getränken greifen. Die richtige Wahl ist etwas lauwarmes, alkohol- und koffeeinfreies, da das den Körper nicht noch zusätzlich belastet. Gleiches gilt fürs Essen: leichte, kleine Mahlzeiten und ihr werdet euch viel besser fühlen. Ich weiß – kein Hexenwerk – trotzdem machen das viele falsch.

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(c) pexels.com

Tipp 4: ‚Ne ruhige Kugel schieben…

Manches lässt sich nicht vermeiden, aber schaut, dass ihr euch keinen zusätzlichen Anstrengungen aussetzt.  Wer kann, sollte ein Mittagsschläfchen einplanen um die heißesten Temperaturen des Tages zu verschlafen und sich eine Stunde Ruhe zu gönnen, in der man einfach die Beine hochlegt (im wahrsten Sinne!!), kann auch schon viel Erleichterung bringen.

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(c) pexels.com

Tipp 5: Nachsorge!!

Den ganzen Tag in Kompression rumlaufen, ist eine Belastung für die Haut. Egal bei welcher Temperatur. Besonders im Sommer und Winter braucht die Haut daher extra viel Aufmerksamkeit. Deshalb denkt dran, eure Beine nach Ausziehen der Kompri gut einzucremen und den Füßen auch mal ein Fußbad zu gönnen. Dafür gibt es zum Beispiel ganz tolle Produkte der Hersteller von Kompressionsbestrumpfung. Hier ein tolles Set von medi (*Werbung, da PR Samples):

Tipp 6: F*** dich, Strumpf!

Entschuldigt den Kraftausdruck 😉 Manchmal hasst man sie einfach – diese blöde Strumpfhose. Und deshalb ist mein letzter Tipp: Haut sie in die Ecke! Wenn es wirklich richtig warm ist und ihr vielleicht morgens nur mit viel Quälerei reinkommt: Lasst sie einfach weg!!! Ihr müsst auch an euren Kreislauf denken, denn wenn euer Körper völlig überhitzt, hat da keiner was von. Auch für die eigene Moral ist es gut, die Strumpfhose einfach mal wegzulassen und den Beinen auch mal einen Sonntag zu gönnen. Ihr müsst natürlich immer schauen, wie schlimm eure Schmerzen ohne Kompression sind und solche Tage als Ausnahme handhaben. Nach so manchen Tagen ohne Strumpfhose, freue ich mich manchmal richtig, sie am nächsten Morgen wieder anzuziehen.
Eine andere Variante wäre, die Strumpfhose ab Mittag auszuziehen. So hat man sie wenigstens einen halben Tag getragen.

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Extra-Tipp:

Mit Kompression baden gehen (im eigenen Pool z.B.). ist keine gute Idee, da das Chlor die elastischen Fasern angreift. Aber es spricht nichts gegen eine kleine Wanne für die Füße oder eine Sprühflasche mit klarem Wasser. Damit könnt ihr die Strümpfe etwas nass machen und das kühlt meistens schon richtig gut 🙂

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(c) pexels.com

Da die nächste Woche ja wieder wärmer werden soll, hoffe ich, ein paar dieser Tipps können euch das Leben etwas erleichtern und die Moral etwas heben. Habt ihr vielleicht einen ultimativen Tipp, wie ihr diese Hitze besser übersteht? Kommentiert mal unten – euer Tipp hilft sicher dem ein oder anderen viel weiter ❤

Küsschen, eure Stephie

Danke an dieser Stelle an medi fürs Sponsoring der Pflegeprodukte, an Caro für das süße Badeanzug-Bild, an alle Pexels-Fotografen für die tolle Untermalung meines Gesagten und an meine Mama für die schönen Bilder von mir ❤

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