Wir können anders sein – aber bitte gleich anders.

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Ihr Lieben,

Wir leben in einer Welt, wo es chic ist „anders“ zu sein! Jeder ist um seine Individualität besorgt, da bei aller Konformität der Gesellschaft das Individuum nach und nach im Einheitsbrei versinkt. So bedienen wir uns zahlreicher Mittel weniger „gleich“ zu sein. Tattoos, außergewöhnliche Haarfarben, neue Wege sein Leben zu führen, ständig neue Unverträglichkeiten (die man eigentlich gar nicht hat), Ernährungsformen, Hypes und Trends…

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Eigentlich müsste man meinen, bei all diesen Möglichkeiten wären wir eine sehr tolerante Gesellschaft. Man hat so viel Auswahl beim „Anderssein“, dass „Anderssein“ kein Problem sein sollte. Doch sind wir mal ehrlich – die Wahrheit sieht anders aus. Eigentlich müssen wir gleicher sein, als nie zuvor. Schließlich ist es in einer so gläsernen, digitalen Welt schwierig zu verbergen, wenn man wirklich anders ist. Und da in diesem Medium auch noch jeder seinen Kommentar dazu abgeben kann – wie bösartig er auch sein mag – braucht es viel emotionale Stabilität bei sich selbst zu bleiben.

Jeans // Bluse // Jacke

Viele verfallen dabei in einen Konformitätsstrudel – wer nicht auffällt, eckt nicht an. „Wenn ich weiterkommen möchte, muss ich mich anpassen.“ Besonders exemplarisch dafür ist die derzeitige Blogger- und Influencer-Szene. Jetzt sagen vielleicht einige unter euch: das ist ja nicht Realität – Instagram und Co. Was dabei aber oft vergessen wird ist, dass Social Media von realen Menschen lebt. Von realen Ideen, Bedürfnissen und Leitbildern. Was wir mögen, was uns bewegt und worüber wir lesen wollen, findet sich im Social Media. Und anscheinend sind das zuckersüße 18-Jährige, mit brünetten oder blonden Haaren bis zum Po, die jeden Tag ein neues weiß-rosanes Bild ihres idealen Lebens zeigen. Sie tragen die neuesten „Trends“, die H&M vorgibt, mit Blumen und Schleifchen, hier und da eine perfekte „used“ Jeans, die in unserer Wegwerfgesellschaft vielleicht genau 2 oder 3 mal „ge-used“ wird. Was nicht „in“ ist, ist schlecht. Was nicht „perfekt“ ist, gehört verschwiegen. Was „anders“ ist, will keiner sehen.

 

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Jetzt gibt es immer wieder Ausreißer, die versuchen ihre Individualität auszuleben – zu zeigen, dass es auch anders geht. Doch für die Gesellschaft darf dieses „Anders –Sein“ aber keinesfalls die Konformitätsgrenzen berühren. Wie soll das denn gehen? Anders-Sein im Korsett der Gleichheit? Ein Paradoxon.
Dann gibt es Menschen, die diese Grenzen bewusst provozieren. Menschen, die sich Hörner implantieren lassen, Rippen entfernen lassen, den Körper bis zum letzten Fleck zutätowieren lassen. Meistens aus wirtschaftlichem Interesse (die Menschen schauen, das bringt Geld), aber oft auch um mit Zwang aufzufallen und nicht im Konformitätsstrudel langsam einzusinken. Unverwechselbar, nicht austauschbar zu sein… wer ist das schon?

Jeans // Bluse // Jacke (Alternative)

Und wenn man es dann ist – anders -, wenn man raussticht, dann stichelt diese Gesellschaft so lange, bis man einknickt. Hetzkommentare, Drohungen, Ausstoß … wie soll ein normaler Mensch das durchhalten? Und wir wundern uns, dass so viele besondere Künstler zu Drogen und Alkohol greifen, dass Menschen mit besonderen Interessen oder Lebensentwürfen diesem Druck nicht mehr standhalten. Dass auch der Nachbar von nebenan nicht mehr klarkommt – vielleicht weil er gern Frauenkleider trägt, einen besonderen Job hat, seine Haare in rosa mag, oder, oder, oder…

Wir können anders sein – aber bitte gleich anders.

Dieses Thema könnte wahrscheinlich Bibliotheken an Büchern füllen und es erscheint vielleicht etwas kurzgegriffen für unseren Blogbeitrag. Doch wir wollen nicht gleich sein – oder doch? Okay, zumindest wollen wir nicht die immer gleichen Wiesn Outfits zeigen und daher hier 2 besondere Alternativen fürs Oktoberfest. Weder rosa noch weiß. Weder sind wir 18, noch haben wir Haare bis zum Po 😉 Einfach mal anders. Und das ist gut so!

Vielleicht bringt mich das grauer Wetter heute dazu, solche Texte zu schreiben… Wer weiß das schon!

Ich wünsche euch zumindest einen wunderschönen, nicht allzu grauen Tag! Wir freuen uns, wie immer, über jedes Share, Like oder Kommentar.

Küsschen, eure Stephie

2 Kommentare

  1. Hallo Stephie

    Ich fühlte mich noch nie so frei wie in den letzten jahren 🙂

    Früher war der gesellschaftliche zwang viel grösser.

    Was die mode betrifft darf man sicher nicht über die jungen mädels „herziehen“ denn es ging uns auch nicht anders.

    Es gab immer schon sachen die man unbedingt tragen musste um dabei zu sein das ist nichts neues und wird wohl auch immer so bleiben.

    Die modeindustrie lebt natürlich auch davon das man jedes jahr alle klamotten neu kauft das ist schon klar.

    Was diese saison in ist, ist nächste megaout und das man sich gerade als junger mensch dem schlecht entziehen kann ist nur logisch.

    Wichtig ist das man einen eigenen stil entwickelt, denn das macht frei, denn sonst muss man ein leben lang irgend welchen trends hinterherrennen 😉

    Liebe grüsse ❤

    Joan

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